Hallo,
die ALS Ice Bucket Challenge ist in aller Munde und auch an mir geht dieser Kelch scheinbar nicht vorüber ;)
Gestern Abend habe ich dann auch meine Nominierung erhalten von meiner lieben Freundin Kristin.
Ich will hier die Vorgehensweise und den Hintergrund nur ganz kurz erläutern, ich bin mir sicher, die meisten haben es mittlerweile schon mitbekommen.
Also: Die Idee, die Challenge für eine Kampagne für die ALS Association zu nutzen, stammt vom ehemaligen Baseball-Star Peter Frates, der selbst unter der Krankheit leidet und sich schon seit Jahren in diesem Umfeld engagiert. Er nomierte unter anderem auch zahlreiche US-Sportler.
Die ALS Association setzt sich für die Behandlung der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ein. Die Challenge besteht darin, dass Förderer sich einen Eimer mit kalten Wasser über den Kopf kippen und dann 10 Dollar spenden. Gleichzeitig können drei oder mehr weitere Personen nominiert werden, die das Gleiche tun sollen – wenn man die Challenge nicht annimmt, sollten idealerweise 100 Dollar gespendet werden.
Bevor ich euch gleich mein Video präsentiere – denn natürlich drücke ich mich nicht – möchte ich allerdings die Gelegenheit nutzen, diese Fundraising-Kampagne ein bisschen zu beleuchten und verschiedene Meinungen aufzuzeigen.
Auch hier gibt es nicht die eine richtige Einstellung. Jeder muss für sich wissen, was er tut und was er davon hält.
Auf der einen Seite sollte man auf jeden Fall anerkennen, dass es eine kreative Idee war. Und Aufmerksamkeit hat sie auf jeden Fall erzeugt, man kann sagen, die Aktion ist viral geworden und hat sich mittlerweile global ausgebreitet, zumindest wie ich dies auf Facebook beurteilen kann und mein Netzwerk ist ziemlich international aufgestellt. Und dies kann ich letztendlich nur begrüßen, wenn es eine Organisation durch eine solche Maßnahme schafft, Mittel für einen guten Zweck zu beschaffen. Außerdem: Spaß beim Helfen muss sein!
Auf der anderen Seite gibt es natürlich die Kritiker – angefangen bei denen, die über die Wasserverschwendung debattieren. Dieses Argument mag wohl in gewisser Weise stimmen, aber sollten wir hier auch ehrlich sein: es geht so viel „zum Teufel“ in unserer Gesellschaft, kommt es da jetzt wirklich darauf an, sich über das vergossene Wasser aufzuregen. Ich glaube nicht. Klar sollte auch dieser kritische Hinweis angehört werden und es ist richtig, dass davon in Afrika zahlreiche Kinder und notdürftige Familien mehrere Tage ihren Wasserbedarf decken können. Übrigens habe ich aufgefangenes Regenwasser verwendet, das zum Thema Nachhaltigkeit :)
Auch der Einwand, dass es zahlreiche andere Spendenprojekte gibt, die jetzt zu kurz kommen, ist für mich eher von nachgeordneter Relevanz. Hier muss man einfach anerkennen, dass diese Kampagne den Nerv der Zeit getroffen hat…es hätte ja auch jede andere Organisation sein können. Und die Organisationen, die jetzt wirklich unter dieser Kampagne leiden, sollten sich fragen, wie sie ihre bestehenden Spender besser an sich binden können, um auch solche Phasen überstehen zu können. Natürlich gibt es viele Organisationen und viele gute Förderzwecke, jetzt steht eben ALS im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung, in einigen Wochen ist es ein anderes Projekt.
Was mich allerdings wesentlich mehr stört ist, dass die Challenge mittlerweile im Vordergrund steht und nicht mehr der Zweck. Leute nominieren andere, um diese herauszufordern. In kaum einem Video wird tatsächlich noch ALS oder das Spenden erwähnt. Scheinbar will man sich gegenseitig etwas beweisen und sich selbst profilieren. Das finde ich nicht richtig. Natürlich soll keiner zum Spenden gezwungen werden, der richtige Hinweis auf den eigentlichen Hintergrund kann aber aus meiner Sicht nicht verkehrt sein. Und auch ist es wichtig, dass die Leute, die sich an der ALS Challenge beteiligen, wissen worum es geht. Die Inhalte dürfen nicht verloren gehen. Das ist auch Aufgabe des Fundraisings.
Übrigens: zahlreiche bekannte Sportler haben es sich auch nicht nehmen lassen, an der Challenge teilzunehmen. Googelt doch mal nach Toni Kroos, Maria Höfl Riesch, …
Und hier nun mein Video…viel Spaß euch ;)
Jetzt allerdings die schwere Frage, wen nominiere ich... dieser Teil fällt mir persönlich am schwierigsten… ich bin mir nämlich noch nicht sicher, ob ich den Hype weiter unterstützen möchte oder nicht….letztendlich kann aber ja jeder selbst entscheiden, ob er teilnimmt und ob er spendet oder ob er nicht teilnimmt und auch dann darf niemand zum Spenden gezwungen werden.
Letztendlich stehe ich der ALS Ice Bucket Challenge aber positiv gegenüber, wenn man das Wichtige dabei nicht vergisst! Nämlich dass es um die Menschen geht, die mit ALS leben!
Letztendlich stehe ich der ALS Ice Bucket Challenge aber positiv gegenüber, wenn man das Wichtige dabei nicht vergisst! Nämlich dass es um die Menschen geht, die mit ALS leben!
Was haltet ihr von der ALS Ice-Bucket Challenge und habt ihr denn schon teilgenommen?
LG
Maria
Übrigens: heute ist mir aufgefallen, dass es auch für andere Organisationen einen positiven Nebeneffekt gibt...viele der Nominierten spenden mittlerweile nicht mehr an ALS, sondern an eine Organisation, die ihnen am Herzen liegt...der Anlass bleibt aber die Challenge.... auch das ist eigentlich ein ganz positiver Nebeneffekt der ALSIcebucketchallenge...
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